Die Situation

Im Gründungsjahr des Elternnetzwerks standen frisch gebackene Eltern vor folgender Ausgangssituation:

Seit 1996 gilt in Deutschland der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Gesetzlich verankert wurde der Anspruch im Achten Sozialgesetzbuch - SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz), §24. Er gilt für jedes Kind ab dem vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt und bezieht sich in der Regel auf eine Halbtagsbetreuung.

Da in Dresden Kindergartenplätze knapp sind, wurden Anfang 2012 kurzerhand Krippenplätze, die eigentlich Kindern unter drei Jahren vorbehalten waren, in Kindergartenplätze umgewandelt. Auch Tagesmütter sollen jetzt möglichst Kinder über das dritte Lebensjahr hinaus betreuen. Auf diesem Weg erfüllt die Stadt ihre Bringschuld hinsichtlich der Kindergartenplätze,  verschärft aber gleichzeitig die Situation in der Kleinkindbetreuung. Wer als Elternteil keine Beziehungen hat, kommt über den offiziellen Weg nur noch schwer an einen Krippenplatz.

Ab August 2013 sollen auch Kinder unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz haben, jedoch nur „nach Verfügbarkeit“. Die ist aber nicht gegeben. Allein im Sommer 2012 werden nach Prognosen des Dresdner Sozialbürgermeisters Martin Seidel rund 1500 Betreuungsplätze fehlen.

Ein Maßnahmeplan sieht vor, bis Ende 2013 rund 1700 weitere Kita-Plätze zu schaffen. Dafür investiert Dresden neun Millionen Euro. Der größte Teil der zusätzlichen Kita-Plätze soll durch das Anmieten von Containern, insbesondere in den Stadtteilen Prohlis und Blasewitz, entstehen. Außerdem plant die Stadt, einige bestehende Kindertagesstätten auszubauen und rund 250 neue Plätze in der Kindertagespflege zu schaffen. Doch Dresden startet damit eine Aufholjagd, die nicht zu gewinnen ist: Denn nach der aktuellen Bevölkerungsentwicklung werden bis 2018 voraussichtlich rund 4100 Krippen- und Kindergartenplätze fehlen.

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